Varde – mittelalterliche Stadt und Kommune

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Die Stadt Varde in Dänemark liegt mitten in Westjütland und inmitten der gleichnamigen Kommune, die sich von Ansager im Osten bis Blåvandshuk im Westen und von Skallingen im Süden bis Nymindegab im Norden erstreckt. Blåvand, Vejers und Henne sind damit allesamt Teil der Varde Kommune. Die Stadt Varde selbst hat ca. 14000 Einwohner und bietet Touristen wunderbar gemütliches Kleinstadtflair, zwischen mittelalterlicher und neuer Architektur und direkt gelegen am kleinen, gleichnamigen Flüsschen Varde Å, der genau durchs Stadtzentrum verläuft.

Varde als Stadt ist Verwaltungssitz der großen Kommune Varde und Zentrum eines landschaftlich einmalig schönen und abwechslungsreichen Teils Dänemarks. Nordsee, Dünen, Wald, Wiesen, Flüsse und Seen, sie alle sind Teil des Naturpanoramas der Varde Kommune und laden Sie zu einem Besuch Westjütlands ein.

Ferienhäuser in der Nähe von Varde
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Varde in Dänemark – eine Stadt mit prägender Geschichte

Es gibt viele dänische Städte, die mittelalterlichen Zeiten entstammen und viele davon sind Schauplätze echter Wikingergeschichte gewesen. Varde in Dänemark ist eine dieser Städte und in ihrer Entwicklung dabei eine der besonders Beeindruckenden.

Der Ursprung Vardes reicht lange zurück: Bereits in der Bronzezeit, zwischen 2200 und 800 vor Christus, siedelten hier die Wikinger und legten damit den Grundstein für die faszinierende Geschichte der heutigen Stadt.

Die einstige Siedlung entwickelte sich langsam zu einer richtigen Stadt und im Jahre 1107 wurde Varde dann bereits unter Ihrem alten Namen „Warwath“ oder auch „Warwick“ in alten Aufzeichnungen erwähnt. Ganz offensichtlich beschrieben die Endungen der Stadtnamens „-wath“ für „-Furche“ und „-wick“ für „-Bucht“ die optische Erscheinung der Stadt, je nachdem, ob man Sie vom Meer oder vom Binnenland aus betrachtete.

Prägende Geschichte von Fall und Wiederaufbau

Nachdem die Stadt Varde in Dänemark erstmals erwähnt wurde, geht aus alten Aufzeichnungen eine dramatisch bewegte Geschichte der Stadt hervor.

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts zogen sich die Wikinger aus Varde zurück. Daraufhin zog das frühmittelalterliche Leben und Einflüsse des Christentums rund um die St.-Jakobi-Kirche (im Varde Zentrum gelegen - kann heute noch besichtigt werden!) ein. Und das bedeutete vor allem: Neue Regeln für den Handel, den Markt und die arbeitenden Bauern. Ein Verwalter des Königs, ein sogenannter „Bryde“ wurde zur Aufsicht der Stadt eingesetzt, um königliche Präsenz zu zeigen, die aufgestellten Regeln zu schützen und durchzusetzen. Der Bryde residierte im Vardehus, der ältesten Burg Vardes. Von hier aus regierte der Bryde über das Stadtgebiet – leider zur starken Benachteiligung der Bauern, die hohe Steuern zahlen mussten. Unter ihnen wuchs die Unzufriedenheit, die Situation spitzte sich zu und schließlich stürmten die Bauern im Jahre 1439 das Vardehus, um den Bryden zu stürzen, und zerstörten das Vardehus. Auf diesen Putschversuch reagierte die Regierung mit Ungnade und auf Geheiß des Königs wurde Varde niedergebrannt. Viele der Bauern und Bürger der Stadt verloren dabei ihr Leben.

Die Stadt, die sich aus der Asche erhob

Tatsächlich gelang den Bürgern der Stadt Varde, im Zentrum beginnend, nach dem verheerenden Brand von 1439 nicht nur der Wiederaufbau, darüber hinaus entwickelte sich Varde anschließend sogar zu einem der wichtigsten dänischen Handelszentren des Mittelalters. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Varde in Dänemark den Handel anbetreffend immer wichtiger und blühte wirtschaftlich auf. Die Nähe des dänischen Städtchens zur Nordsee und seine Schiffshandelsanbindung des durchs Zentrum verlaufenden Flusses begünstigte das zusätzlich.

Doch ein Fluch schien auch zukünftig über der Stadt zu liegen: Weitere verheerende Brände folgten, von denen jene in den Jahren 1779 und 1821 die Schlimmsten waren. In diesen Jahren hinterließ das Feuer die schwersten Schäden und zerstörte viele der wunderschönen, mittelalterlichen Gebäude.

 

Heute ist Varde Zentrum von Kultur und Urlaubsflair zur gleichen Zeit

Obwohl die verheerenden Brände der Jahre 1439, 1779 und 1821 einen Großteil der mittelalterlichen Architektur der Stadt Varde in Dänemark zerstörten, konnten dennoch einige alte Gebäude erhalten werden. So steht in Varde im Zentrum noch immer die schöne St.-Jakobi-Kirche aus dem 11. Jahrhundert, mit ihrem kunstvollen, mittelalterlichen Altar. Die Kirche können Touristen toll besuchen und im Inneren die friedliche Ruhe genießen, während Sie sich die aufwändigen Schnitzereien und Verzierungen des Innenraums ansehen. Weitere alte Gebäude, die erhalten blieben, sind das historische Rathaus von 1872 im Varde Zentrum, das „Haus von Sillasen“ von 1797 oder der „Schultzke Hof“. All diese Gebäude bieten eine einmalige Kulisse und sind stets einen Besuch wert. Zudem sind sie stille Zeugen der bewegten Geschichte Vardes in Dänemark und damit absolut sehenswert für all jene, die einen Tagesausflug nach Varde unternehmen.

Durchs altertümliche Varde wandern

Möchten Sie einmal erleben, wie Varde vor den Bränden aussah, die so viel Zerstörung anrichteten? Nahe des Arnbjerg Parks in Varde wurde eine Miniaturausgabe der ursprünglichen Stadtstrukturen erbaut, durch die Sie hindurchschlendern können. Varde Miniby, zu Deutsch Varde Ministadt, nennt sich das Ganze und zieht jedes Jahr aufs Neue große Besucherschare in seinen Bann. Anhand der Varde Miniby können Sie sehen, wie sich noch heute stehenden Gebäude, wie zum Beispiel die St.-Jakobi-Kirche, zu damaliger Zeit architektonisch ins Stadtbild fügten. Das Mini-Varde zeigt in einem Maßstab von 1:10 das originalgetreu nachgebaute Stadtbild aus dem Jahre 1866. Ist das kleine Freiluftmuseum der Varde-Ministadt geöffnet, können Sie jeden Mittwoch zwischen 9 und 12 Uhr sogar die Maurer-Werkstatt und Handwerker des Miniatur-Vardes besuchen. 12 Rentner treffen sich hier und bauen die Häuschen in liebevoller Kleinstarbeit. So wird das Mini-Varde stets erweitert und ausgebaut – eine tolle Sehenswürdigkeit für Klein und Groß!

Alte Strukturen mit Neuen verbunden

In Varde ist es zudem gelungen, diese alten architektonischen Strukturen mit Neuen zu verbinden, sodass jeden, der durch die Stadt läuft, ein Gefühl von Gemütlichkeit erfüllt. Innerhalb der hübschen Sträßchen herrscht Urlaubsfeeling pur und die Gassen sind gesäumt von Cafés, Restaurants, Boutiquen für Kleidung und Einrichtung in dänischem Design. Besonders schön ist es am kleinen Flusshafen im Varde Zentrum, um den herum es wunderbar grün ist. Kleine Bötchen liegen direkt am Ufer und das Wasser fließt gemächlich plätschernd vorüber. Die perfekte Umgebung, um eine Runde zu entspannen oder für eine Pause vom Bummeln durch die vielen schönen Geschäfte.

Noch mehr über Vardes Geschichte erfahren im Museum

…können Sie bei Interesse im Stadtmuseum von Varde. Im Zentrum gelegen ermöglicht Ihnen das Museum zusätzliche Einblicke in die Vergangenheit des Handelsstädtchens. Wer sich für lokale Kunst begeistert ist zudem im Museum Frello gut aufgehoben – dieses wurde nach dem Künstler Otto William Frello benannt und stellt regionale Kunst in zehn unterschiedlichen Abteilungen aus. Die Ausstellung wird mit ganz verschiedenen Aktivitäten und Erlebnissen zwischen Meer und Heide verbunden und ist damit für Kinder wie auch Erwachsene spannend.

Märkte und Veranstaltungen mitten im Varde Zentrum

Mit dem schönen Marktplatz liegt eine der besten Veranstaltungsflächen mitten im Stadtzentrum von Varde. Hier finden immer wieder tolle Märkte zu unterschiedlichen Themen statt. Idyllisch ländliches Flair kommt vor allem beim „Bauernmarkt“ auf, im Rahmen dessen regionale Produzenten lokale Spezialitäten und Eigenerzeugnisse verkaufen. Touristen können hier ein typisches Stück Dänemark also sogar käuflich erwerben, als Andenken mit nach Hause nehmen oder auch noch direkt vor Ort verspeisen – je nachdem, um was es sich handelt!

Ein weiteres Highlight ist auch der sogenannte „Kindermarkt“ in Varde in Dänemark, wo Kinder eigenständig alles Mögliche verkaufen dürfen.

„Jule Nisser“ – Weihnachtstradition in Varde

Zu Weihnachten verwandelt sich Varde in eine echte Hochburg der Weihnachtsstimmung und Gemütlichkeit. Denn dann werden in der gesamten Stadt über 300 dänische „Jule Nisser“, zu Deutsch „Weihnachtszwerge“, versteckt, die auf Giebeln und Dächern die Menschen beim Weihnachtsshoppen erfreuen. Seit 2002 werden diese Weihnachtszwerge (oder auch -Kobolde oder -Wichtel) in Handarbeit gefertigt und von Anwohnern und Inhabern der Geschäfte überall verteilt. Besonders gemeinsam mit Kindern ist es ein großer Spaß, die Verstecke der Jule Nisser zu entdecken und zu zählen, wie viele man bereits entdeckt hat.

Übrigens, wer sich jetzt fragt, woher die Tradition der Jule Nissser überhaupt kommt: Der Brauch rund um die versteckten Weihnachtswichtel folgt einer alten Legende, derer zufolge die Weihnachtszwerge auf dem Dachboden leben. Diese Legende besagt auch, dass man den kleinen Kreaturen besser zu Weihnachten eine Schale Milchreis hinstellt – ansonsten machen Sie das ganze Jahr Unfug!

„Kulturschleife“ und „Naturschleife“ – Varde geführt entdecken

Seit Neuem bietet die Stadt Varde für Interessierte sogenannte „Kulturschleifen“ und „Naturschleifen“ an. Dahinter verbergen sich digital geführte Touren durch die ganze Stadt, durchs Varde Zentrum und vorbei an allen für das jeweilige Thema interessanten Sehenswürdigkeiten. Die Touren können Sie auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets laden und sich mit Hilfe dessen durch die Stadt führen lassen. Besucht wird eine Vielzahl von Stationen, die sich, je nach Art der „Schleife“, mit dem Thema Kultur oder Natur befassen. Alles, was es im Punkto Naturerlebnisse oder Kultur in Varde zu sehen gibt, erleben Sie so auf einen Schlag. Während Sie die unterschiedlichen Stationen besuchen, können Sie über das Programm zusätzlich informative Geschichten anhören und bekommen so vor Ort sogar noch Hintergrundinformationen zur jeweiligen Station.

Hier ein kleiner Überblick über die Touren:

Die „Kulturschleife“ hangelt sich entlang an der bewegten Geschichte Vardes. Besucht werden historische Gebäude und Straßenzüge, wie auch neue Architektur. Die Reise führt Sie vorbei am ältesten Haus Vardes (Haus der Sillasen), macht Stopp an der mittelalterlichen St.-Jakobi-Kirche, am alten Zollhaus, an zurückgebliebenen Ruinen und Denkmälern. Wer Lust hat, alles über die spannende Geschichte Vardes zu erfahren, sollte diese Tour unbedingt einmal machen!

Die „Naturschleife“ zeigt Ihnen die wunderschöne Natur Vardes und bringt Ihnen die heimische Pflanzen- und Tierwelt näher. Sie entdecken hübsch angelegte Parks, wie den Arnbjerg Park, in dem sich auch die Varde Ministadt befindet. Sie entdecken die Umgebung des Flüsschens Varde Å, können eine Bootstour machen, besuchen das Amphitheater, den alten Standort des einstigen Vardehus und erleben weitere in die Natur eingebundene Sehenswürdigkeiten. Eine tolle Mischung aus Natur und Kultur also, die ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein bereithält.


Weitere Unternehmungsmöglichkeiten in Varde – Aktive aufgepasst!

Varde Freizeitzentrum

Weitere tolle Unternehmungsmöglichkeiten warten auch ein kleines Stück außerhalb des Ortszentrums. Besonders für Aktive hält Varde in Dänemark Schönes für die Freizeitgestaltung bereit: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch des Varde Freizeitzentrums? Der Name sagt da ja eigentlich schon alles und lässt vermuten, was auf dem Gelände wartet – und dennoch werden Sie überrascht sein über das riesige Angebot der Anlage: Es gibt ein großes Schwimmbad für alle begeisterte Wasserratten, eine schöne Bowlinganlage, Angebote für Fußball, Badminton, Tischtennis, Tennis, Handball und Gymnastik. Auch ein Fitnessstudio ist vor Ort. So viel körperliche Aktivität macht natürlich hungrig – auch kein Problem: Auch ein Restaurant mit leckeren Snacks und Getränken gibt es, in dem Sie sich nach einem ereignisreichen Tag stärken können.

Varde Golfclub

Der Varde Golfclub befindet sich am Stadtrand von Varde und bietet Golfbegeisterten einen schön gepflegten Platz in frischem Grün. 18 Löcher können bespielt werden und dabei alle Vorzüge des Varde Flussgebietes genossen werden. Der Platz gilt als anspruchsvoll und bietet Golfern auf abwechslungsreichem Gelände die eine oder andere Herausforderung. Im gemütlichen Clubhaus können Sie leckeres Essen und Getränke bekommen und sich im kleinen Golfshop mit fehlender Ausrüstung und schicken Accessoires eindecken.