Tønder

Am Rand der inneren Marsch liegt Tønder. Tønder ist eine alte Hafenstadt und Marktort – Tønder erhielt 1243 das Stadtrecht und wird daher als einer der ältesten Marktorte Dänemarks bezeichnet.

Tønder liegt tief im Gelände und ist bei Sturmfluten und starkem Regen mehrmals überschwemmt worden. Daher begann man im 16. Jahrhundert damit, Deiche zu bauen, um den Ort vor Überschwemmungen zu schützen. Die Deiche schnitten Tønder vom Meer ab, und der Ort verlor daher seinen Status als Hafenstadt. Heute ist Tønder durch den Vorgeschobenen Deich von 1979 geschützt.

Das Ortsbild wird durch eine schöne alte Architektur mit vielen reich ausgeschmückten Türen geprägt. Die Gebäude wurden von den Kaufleuten des Ortes errichtet, deren Handel mit Klöppeleien und Ochsen dem Ort großen Reichtum brachte. Beachten Sie u. a. das Haus des Deichgrafen in der Fußgängerzone und die Uldgade-Gasse direkt hinter der Fußgängerzone. Die alten Handwerker- und Bürgerhäuser an der kopfsteingepflasterten Gasse machen die Uldgade zu einer von Tønders schönsten Gassen.

Die Kristkirken am Marktplatz des Dorfes ist sicher ebenfalls einen Besuch wert. Die Kirche zählt zu den am reichsten geschmückten Renaissancekirchen in Dänemark. Direkt neben der Kirche finden Sie das Haus, in dem Hans J. Wegner seine Kindheit verbracht hat, und im Wasserturm von Tønder befindet sich die einzige ständige Wegner-Ausstellung Dänemarks.